Biodiversitätstag Oberaargau
2017

Sonntag, 21. Mai 2017, 10.00 – 16.00 Uhr

Startseite Der Biodiversitätstag Oberaargau Anreise und Rundgang Verpflegung Beteiligte Partner Sponsoren und Gönner Was ist Biodiversität? Smaragdgebiet Bildgalerie Kontakt  

Rückblick 2009

Gemeinsam für die Biodiversität

 

Über 1000 Personen erlebten die Vielfalt des Lebens

 

Auf Sonntag 17. Mai 2009 hatten die Trägerorganisationen Arge Oenztal, Vogelschutzverein Aarwangen sowie Naturfreunde, Pro Natura, Verein Smaragd-Gebiet und Fischpachtvereinigung Oberaargau zu einem Erlebnisspaziergang ins Smaragd-Gebiet eingeladen. Unter dem Begriff Biodiversitätstag Oberaargau erlebten über 1000 Kinder und Erwachsene die Vielfalt des Lebens auf dem „Berken-Chehr“

 

„Schau Mami, ein Frosch!“ ruft ein kleines Mädchen begeistert und deutet auf eine seltene Kreuzkröte in einem Aquarium der Arge Oenztal. Seit 10 Jahren setzt sich diese Organisation speziell für die Amphibien ein. Ein paar Schritte weiter, im lichtdurchströmten Auenwald, haben die Naturfreunde ihre Festwirtschaft eingerichtet und wer will, kann sich bereits ein erstes Mal stärken. Denn zu entdecken gibt es an diesem strahlenden Tag an der Aare unglaublich viel. Zum Beispiel die funkelnden Jagdhörner am Stand des Patentjägervereins Wangen-Aarwangen, welche immer wieder zum Einsatz kommen und dem Anlass einen festlichen Rahmen geben. Gleich wie die Jäger setzt sich auch Pro Natura Oberaargau für die Wildtiere ein. „Wir haben hier gleich mal eine Wildtierbrücke nachgestellt“, sagt Präsident Mario Fracheboud und deutet auf Bretter, die es auf dem Rundgang zu überschreiten gilt. „Einen solchen Übergang wünschen wir uns für die Hirsche über die Autobahn A1“ ergänzt er. „Auch die Hirsche suchen Nahrung“ und blickt verschmitzt Richtung Geissbühler’s Glacenstand, an dem die Leute Schlange stehen.

 

 

Zweihundert Meter weiter summt es leise. Mitglieder des Bienenzüchtervereins Oberaargau informieren über ihr Hobby und die Bedürfnisse der Bienen. Sogar eine Joggerin hält inne und lauscht interessiert, bevor sie wieder ihrem Drang nach Bewegung durch die naturnahe Landschaft am „Berken-Chehr“ nachgibt. Nun geht es über die Brücke zu den Fischern. Hier erhielt die Aare vor Kurzem einen Seitenarm. Darin fühlen sich die Fische sichtlich wohl: Alet, Schleie, Karpfen und Tausende Jungfische beeindrucken die Besucher. „Vorhin sind gleich vier Stück des seltenen Silberreihers vorbei geflogen!“, berichtet Beat Stöckli am Stand der Vogelschutzvereine Aarwangen, Langenthal und Bleienbach und blickt nochmals durchs Fernrohr, welches auf die „Vogelraupfi“ eine naturnahe Aare-Insel gerichtet ist. Nicht weit von den Vogelschützern käuen verschieden rot gefleckte Rinder wieder und zeigen, dass auch in der Landwirtschaft die genetische Vielfalt eine grosse Rolle spielt. Vielfalt ist auch am Stand der Landfrauen Langenthal die Devise: Neben Brötchen und Bretzeln faszinieren insbesondere die Torten mit ihren Formen und Farben. Auch Beni’s Imbiss hat viel zu tun und seine Gäste freuen sich über die wohltuende Kühle im Schatten der vielen Bäume beim Elektrizitätskraftwerk Bannwil.

 

Die Onyx – Energie Mittelland informiert über die Stromproduktion vor Ort sowie ihre Öko-Produkte und gleich daneben wird bei Elektrovelo-Testfahrten ein verschwindend kleiner Teil davon gleich wieder verbraucht. Hier haben VCS Oberaargau, die Biketec AG und Velo Rapp zusammen gespannt. Doch wie kommen die Fische mit den Kraftwerken zurecht? Andreas Steinmann von der Arbeitsgemeinschaft zur Schutz der Aare zeigt den Interessierten die Fischtreppe, welche den Fischen über den Staudamm hilft. Nicht nur seltenen Fischen, sondern vielen weiteren, europaweite gefährdeten Tier- und Pflanzenarten will das Smaragd-Projekt Oberaargau mit seinen Aufwertungsmassnahmen helfen. Der Verein Smaragd-Gebiet Oberaargau ist zusammen mit WWF Bern und Hallo Biber, einem Projekt von Pro Natura vor Ort.

 

Das Ziel der Trägerorganisation, sich mit dem Anlass gemeinsam für die Biodiversität und für eine vielfältige Landschaft als wichtige Säulen einer attraktiven Region Oberaargau einzusetzen, scheint am 2. Biodiversitätstag Oberaargau voll erreicht worden zu sein.
Werner Stirnimann

 

Impressionen vom Oberaargauer Biodiversitätstag 2009
(Bilder Werner Stirnimann)